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Die Weisheit der Trottellumme: Was wir von Tieren lernen können

Die Weisheit der Trottellumme: Was wir von Tieren lernen können

Buch | Florian Werner
Bewertung: ★★★★★

In seinem Buch „Die Weisheit der Trottellumme“ vereint Florian Werner seine Texte aus der Reihe „von Tieren lernen“, die in der Zeitschrift „Philosophie Magazin“ erschienen waren. Der 1971 in Berlin geborene Autor studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik. Er schreibt erzählende Sachbücher und Prosa, spielt Fußball in der Deutschen Autorennationalmannschaft, lehrt als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen und arbeitet für den Hörfunk. Seine Bücher wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ins Englische, Spanische und Japanische übersetzt. Sein Buch „Die Weisheit der Trottellumme“ bietet faszinierende Einblicke in das Leben der Tiere und richtet die Aufmerksamkeit auf deren Gleichheit mit den Menschen.

Handlung

In 31 Kapiteln trifft der Leser auf verschiedene Tiere, auf bekannte und weniger bekannte, auf große und kleine, heimische und exotische. In diesen Begegnungen geht Florian Weber auf die tiefsten Geheimnisse des Daseins und die größten Fragen der Philosophie ein. Er zeigt, dass Ohrenquallen uns den Aufbau des Universums erklären können, Zitterrochen die Obsessionen und Widersprüche der Moderne. Nacktmulle kennen das Geheimnis glücklicher Paarbeziehungen, Axolotl wissen um die Wichtigkeit unerfüllter Wünsche und Utopien. Bei Ameisen sieht man eine klare Haltung zum bedingungslosen Grundeinkommen. Der Autor lädt die Leser ein auf eine tiefgründige philosophische Reise durch die Tierwelt, an der wir uns durchaus orientieren können.

Bewertung

Erwähnenswert sind die wunderschönen und treffenden Illustrationen von Andreas Töpfer, die jedes Kapitel einleiten und für sich auch alleine genommen in die philosophischen Tiefen führen. Das Buch von Florian Werner ist keine Sammlung biologischer Fakten, sondern eine faszinierende, humorvolle und zum Nachdenken anregende Lektüre über erstaunliche Fähigkeiten der Tiere, die uns wie bereits Demokrit erkannte, die meisten Künste und Handwerke beigebracht haben. So wie Beethoven in seinem Violinkonzert eine Amsel imitierte. Jedes Kapitel ist ein Miniuniversum für sich, das ins Grübeln versetzt, zum Schmunzeln und Staunen bringt.
Aristoteles, Roland Barthes, Humboldt, Kant, Rousseau, Schiller und Schoppenhauer begleiten den Leser von einem Kapitel zum anderen. Verglichen mit dieser bunten und erstaunlichen Tierwelt erscheint der Mensch, der sich selbst auf ein Podest als Krone der Schöpfung erhoben hat, ziemlich blass. Das Buch bestätigt die Erkenntnis, die ein jeder Katzen- oder Hundebesitzer bereits machen durfte: Die Vierbeiner verstehen es, ihre Herrchen und Frauchen zu erziehen.

Fazit

Ein sehr geistreiches und humorvolles Buch, das uns die menschliche Verbundenheit mit der Natur vor Augen führt .