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Reingelunzt: Tank #3

Reingelunzt: Tank #3

Comic - Action | Sebastian Drewniok
Bewertung: ★★★★★

Sebastian Drewniok präsentiert in der beeindruckenden dritten Ausgabe seiner Serie „Tank“ endlich ein paar Hintergründe zur Protagonistin „208“ und zeigt dabei sowohl ihre kaltherzige als auch ihre zerbrechliche Seite.

Wenn ich „reinlunze“, dann versuche ich ein paar wenige aber eindeutige Worte zu einem Comic, einer Serienfolge oder etwas Vergleichbarem zu finden. Auch hier geht’s mir eher um ein Fazit als eine ausführliche Rezension.

Tank #3

Nach dem Cliffhanger im letzten Heft wacht 208 nun in einer belebten Siedlung auf, in welche sie ihr neuer Reisebegleiter „Jerome“ zur Genesung gebracht hatte. Aus Reflex versucht sie sich zunächst dort heraus zu kämpfen und macht sich entsprechend unbeliebt. Als sie beschuldigt wird ein paar Bewohner bestohlen zu haben, fängt die Kacke aber erst so richtig an zu dampfen.

Die Flashbacks an ihre Zeit als Mitglied einer Eliteeinheit, in welcher sie alles andere als zimperlich vorging um ihren Auftrag zu erfüllen, erschweren ihr die Integration zusätzlich. Ob sich die brutalen Methoden des Teams mit ihren persönlichen Empfindungen vereinbaren ließen, ist zumindest fraglich, denn anscheinend mussten sich alle Soldaten regelmäßig eine Droge injizieren.

Sebastian erzählt eine dramatische und actiongeladene Geschichte über eine traumatisierte Ex-Soldatin in den Wirren einer postapokalyptischen Welt. Dabei verliert er, im Gegensatz zu „208“, nicht den Boden unter den Füßen und baut Stück für Stück eine eigene spannende Welt auf. Auch die eigentliche Bedeutung des Serientitels wird angeteast.

Hoffentlich entwickelt sich das große Gesamtbild nicht zum stumpfen Kampf der „Russen“ gegen die „freie Welt“, was mir persönlich zu plump wäre. Außerdem bin ich gespannt welchen Mehrwert das Zahlenarschgeweih hat und welche genetischen Optimierungen es noch gibt.

Fazit

Heft #4, ich komme!